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Zunehmend werden dezentrale Automatisierungslösungen realisiert, bei denen bis her zentral angeordnete Steuerungs- und
Regelungsaufgaben in intelligente Antriebe verlagert werden. Die Kommunikation übernimmt dabei Profibus-DP. Die Basis für die Kommunikation mit Profibus in der elektronischen Antriebstechnik ist das
Profidrive-Profil.
Die Anforderungen an die Kommunikationsfunktionen sind äußerst vielseitig. So müssen Befehle und Rückmeldungen sowie Soll- und Istwerte zyklisch ausgetauscht werden.
Beobachtungs- und Einstellparameter sowie Diagnoseinformationen müssen aber auch azyklisch übertragen werden können, ohne die zyklische Betriebsführung zu stören. Bei technolisch gekoppelten Antrieben,
wie zum Beispiel bei einem winkelsynchronen Gleichlauf, müssen die Führungsgrößen exakte gleichzeitig zum Eingriff kommen und die Istwerte aller Achsen syncron erfaßt werden. Steuert ein Motion
Controller die Bewegung mehrerer Achsen, so wird der Lageregelkreis über den Bus geschlossen. Um dabei die Totzeit der Datenübertragung beherrschen und berechnen zu können, muß die Einstellung exakt und
die Zykluszeit stabil sein. Die 12-Megabit-Technologie von Profibus mit Zykluszeiten im unteren Millisekundenbereich ermöglicht auch dynamische Bewegungssteuerungen mit Servoreglern über den Profibus-DP.
Die Profibus-Norm stellt für die Realisierung dieser Anforderungen eine Vielzahl von Funktionen und Methoden zur Verfügung. Die Vorteile der Feldbustechnik werden für die Hersteller und Anwender
aber erst dann voll verfügbar, wenn diese Vielfalt auf das Notwendige und Sinnvolle für den spezifischen Anwendungsbereich reduziert und herstellerunabhängig standardisiert wird.
Für die
Antriebstechnik ist dies die Aufgabe den Profidrive-Profils. Es beschreibt die Verwendung des Profibus für die Antriebstechnik und standardisiert die Parameter zur Einstellung des Systemverhaltens.
Hierbei werden auch der Parameterzugriff sowie Normierung und Projektierung der Soll- und Istwerte definiert.
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