|
Der Profibus entstand BMFT-gefördert von 1987 bis 1990 als nationaler Feldbusstandard. Der Profibus unterscheidet Master- und
Slave-Geräte. Master sind nach dem Profibus-Protokoll aktive Teilnehmer und dürfen Nachrichten ohne externe Aufforderung versenden. Typische Master-Geräte sind SPS, CNC oder Zellen-Controller.
Slave-Geräte sind Peripheriegeräte wie Sensoren, Aktoren oder Meßumformer. Sie erhalten keine Zugriffsberechtigung, dürfen nur empfangene Nachrichten quittieren oder auf Anfrage eines Masters reagieren.
Beim Protokoll wurden zwei wesentliche Anforderungen an die Buszugriffssteuerung berücksichtigt: Einerseits ist für die Kommunikation zwischen komplexen, gleichberechtigten
Automatisierungsgeräten (Master) sicherzustellen, daß jeder Teilnehmer innerhalb eines definierten Zeitrasters ausreichend Gelegenheit für die Abwicklung seiner Kommunikationsaufgaben erhält.
Andererseits ist für die Kommunikation zwischen einem komplexen Automatisierungsgerät und den zugeordneten einfachen Peripheriegeräten (Slave) ein zyklischer, echtzeitbezogener Datenaustausch mit
möglichst wenig Aufwand zu realisieren.
Das Busszugriffsverfahren enthält deshalb das Token-Passing-Verfahren für die Kommunikation zwischen Mastern und unterlagert das Master-Slave-Verfahren. Da
für den Feldbereich beide Zugriffsmethoden Vorteile haben, ermöglicht das hybride Buszugriffsverfahren Master-Slave-, Master-Master- oder kombinatorische Systeme. Die größte Datenrate ist 12,5 Mbit/s.
|